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Claudia Losi, Like a Forest Garden #deer (Detail), 2025
Baumwolljacquard, Wollstickerei, reflektierendes Garn; Messingguss. Maße: 130 x 144 cm
© Claudia Losi, Foto: Andrea Rossetti
Baumwolljacquard, Wollstickerei, reflektierendes Garn; Messingguss. Maße: 130 x 144 cm
© Claudia Losi, Foto: Andrea Rossetti
BEYOND THE GARDEN
CLAUDIA LOSI
Kooperationsausstellung von Galerie Stadtpark
und AIR – Artist-in-Residence Niederösterreich
Eröffnung: 24.4.2026, 18.30 Uhr
Ausstellungsdauer: 25.4. –13.6.2026
Öffnungszeiten: Mi–Sa, 10.30–17.00 Uhr
Claudia Losis ästhetische Praxis entfaltet sich im Spannungsfeld zwischen Subjekt und Gesellschaft sowie in der Dialektik von subjektivem Schaffen und Intersubjektivität. In ihren Werken, die oftmals partizipative Elemente enthalten, finden sich unterschiedliche narrative Ebenen – persönliche, kulturgeschichtliche, anthropologische und philosophisch-existentielle –, die subtil miteinander verwoben werden. Losi arbeitet mit einem sich ständig erweiternden Fundus von Erzählungen, die sie in ihre naturontologischen Reflexionen einbettet und miteinander verknüpft. Das einzelne Subjekt steht hier nicht isoliert neben anderen, sondern erscheint, sich über Narratives, Imaginäres und Erinnertes artikulierend, in relationaler Verbindung zu ihnen.
In der mehrteiligen Tapisserie Like a Forest Garden interpretiert und verdichtet die Künstlerin über Jahre zusammengetragene Gedanken und Bilder hunderter befragter Personen zur Vorstellung eines „natürlichen Ortes“. Dabei findet nicht nur ein innerbildlicher Dialog jener Erzählungen und Schilderungen statt, sondern das Subjekt geht auch auf sanfte, ja natürliche Art und Weise in die Idee eines überzeitlichen Kollektivs, einer Gemeinschaft, einer exemplarischen Form von „Menschheit“ über. In der Installation der Arbeit zeigt Losi jedoch nicht einfach die Ergebnisse ihrer Recherche, sondern integriert bestimmte Teile der textilen Wandarbeit wiederum in ein räumlich-installatives Gefüge. Dieses fügt sich zu einer Art Biotop zusammen, das mehr gewachsen als geschaffen scheint und eine perzeptiv offene anstelle einer festgelegten Form bildet. In Analogie zur Dialektik von Subjekt und Kollektiv bzw. Gesellschaft schafft Losi somit auch hinsichtlich der ausstellerischen Form, der Installation der Arbeit eine subtile Engführung mit jener zentralen Idee von Wald, Ökosystem und Natürlichem, die ihrem Werk implizit ist.
In der mehrteiligen Tapisserie Like a Forest Garden interpretiert und verdichtet die Künstlerin über Jahre zusammengetragene Gedanken und Bilder hunderter befragter Personen zur Vorstellung eines „natürlichen Ortes“. Dabei findet nicht nur ein innerbildlicher Dialog jener Erzählungen und Schilderungen statt, sondern das Subjekt geht auch auf sanfte, ja natürliche Art und Weise in die Idee eines überzeitlichen Kollektivs, einer Gemeinschaft, einer exemplarischen Form von „Menschheit“ über. In der Installation der Arbeit zeigt Losi jedoch nicht einfach die Ergebnisse ihrer Recherche, sondern integriert bestimmte Teile der textilen Wandarbeit wiederum in ein räumlich-installatives Gefüge. Dieses fügt sich zu einer Art Biotop zusammen, das mehr gewachsen als geschaffen scheint und eine perzeptiv offene anstelle einer festgelegten Form bildet. In Analogie zur Dialektik von Subjekt und Kollektiv bzw. Gesellschaft schafft Losi somit auch hinsichtlich der ausstellerischen Form, der Installation der Arbeit eine subtile Engführung mit jener zentralen Idee von Wald, Ökosystem und Natürlichem, die ihrem Werk implizit ist.

